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Philipps Macht wuchs, der Papst löste ihn vom Bann. Doch als der Sieg bevorstand, wurde er in Bamberg vom bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach ermordet. Der Reichsmarschall Kalentin-Pappenheim, der für die Sicherheit des Königs verantwortlich war, hieb dem Wittelsbacher dafür am Donauufer von Abbach den Kopf ab. Philipp war ein Opfer seiner Entspannungspolitik geworden. Eine Tochter des Staufers sollte den welfischen Otto heiraten, der für seinen Thronverzicht das Herzogtum Schwaben bekommen würde.

Eine andere Tochter sollte durch die Ehe mit einem Neffen den Papst besänftigen. Sie würde die Toskana, Spoleto und die Mark Ancona mitbringen. Doch diese Tochter war bereits dem Wittelsbacher versprochen gewesen. Der fühlte sich gekränkt und schlug zu.


Otto der Welfe war durch das “Gottesurteil”, so der Papst, gerettet. Innozenz krönte ihn als Otto IV. zum Kaiser. Damit hatten die Welfen endlich die höchste Sprosse der abendländischen Hierarchieleiter erklommen. Sie stammten aus der Gegend um Metz. Schon Mitte des achten Jahrhunderts wurden sie nach Oberschwaben versetzt. 819 sind sie bereits so mächtig, dass Kaiser Ludwig der Fromme sich mit einer von ihnen beweibt. Sie wurde die Stammutter der ost- und westfränkischen Karolinger.

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