1273 - 1431 1315

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Jetzt war das österreichische Heer in der Schweiz gebunden. Die Eidgenossen von Uri, Schwyz und Unterwalden revoltierten gegen die Habsburger, die sich nach wie vor als Landesherren fühlten. Die Gegner der Habsburger, Adolf von Nassau und Heinrich von Luxemburg, hatten den Eidgenossen ihre Reichsfreiheit bestätigt, um ihre Gegner zu schwächen. Die Habsburger wollten jedoch die Zugänge zu wichtigen Pässen nicht fahren lassen. Der österreichische Friedrich hatte  als König - der er gar nicht war - wegen eines Überfalls auf das Kloster Einsiedeln die Acht über die Schweizer verhängt. Bruder Leopold kam, sie zu vollstrecken. Die Bergbauern überfielen das Ritterheer  in einer Enge unterhalb des Morgartens am Egerisee. Sie stachen den Pferden in die Bäuche, so dass sie die Ritter abwarfen. Die Ritter wurden Mann für Mann abgestochen. Die Taktik war neu, der Sieg vollständig. Alle Welt staunte: Bauern und Hirten hatten unbezwingbar scheinenden Rittern den Garaus gemacht. Die schweizerischen Besitzungen der Habsburger waren so gut wie verloren.


Der Kampf Österreichs gegen Bayern wurde vorerst durch eine Naturkatastrophe ausgesetzt. Der Winter 1317 dauerte bis in den nächsten Sommer, die Ernte fiel 1318 aus. Teuerung, Wucher und Hungersnot kamen, Ludwig verbot das Bierbrauen.

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