1273 - 1431 1419

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Seit der Verurteilung des Hus durch das Konzil rumorte es in Prag. König Wenzel saß auf einem Pulverfass, das am 30. Juli 1419 explodierte, als König und Magistrat Maßnahmen zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung berieten. Man rammte die Tür der Stefanskirche auf und nahm sie für die neue hussitische Religion in Besitz. Darauf zogen die Demonstranten vor das Rathaus. Der Mob tat dann das, was tschechischer Umsturzbrauch wurde; er “fenestrierte” die Ratsherrn samt Schreibern: Man stürzte sie aus den Fenstern. Unten fing man sie mit Spießen auf. Den Landesherrn Wenzel traf der Schlag, denn für ihn und seinen kaiserlichen Bruder war das die Revolution. Für die Tschechen war es der Sieg ihrer nationalen Sache. Der Adel des Ketzerlandes bot dessen Krone feil. Doch keiner der ländergierigen Fürsten nahm sie an.

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