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Es soll der Befehl der Gräfin von Lupfen gewesen sein, ihr Schneckenhäuser zum Garnaufwickeln zu sammeln, der ihre Bauern und mit ihnen die ganz Südwestdeutschlands in den Aufstand trieb. Bemerkenswert ist, dass der “Bauernkrieg” dort nicht stattfand, wo es den Bauern am schlechtesten ging: in den ostelbischen Gebieten. Zusammenhängende Aufstandsgebiete bildeten sich nur in Franken und Schwaben, im Allgäu, im Breisgau und im Elsass. Aber die Aktionen waren örtlich und zeitlich eingegrenzt. Die Bauern konnten nur Krieg führen, wenn es ihnen die Feldarbeit erlaubte, also zwischen Aussaat und Ernte, weil sie ohne die damals noch sehr geringe Ernte verhungert wären. Nicht so die Grundherren und Fürsten. Bei ihnen sammelte sich ja das Brotgetreide der Bauern.


Sie profitierten zudem von den Fehlern der Bauern, bei denen alles spontan und ohne Planung verlief. Nur ihr Programm war klar: Abschaffung der Leibeigenschaft, geringere Lasten und Abgaben, freie Jagd und freier Fischfang, freie Pfarrerwahl, auch Stärkung der kaiserlichen Macht. Die “zwölf Artikel” wurden in einem Allgäuer Gasthaus erdacht, von Memmingen gingen sie aus. Fähige Politiker hatten die Bauern nur zwei, den Hohenloheschen Kanzleischreiber Hipler und den Rat des Bischofs von Brixen, Michael Gaismayr. In Thüringen hatten die Bauern nur einen Scharfmacher: den abgefallenen Pfarrer Thomas Müntzer.


Die Bauern wollten in der Nähe ihrer Dörfer bleiben, die Zusammenfassung der Kräfte war nicht möglich. Es gab den Odenwälder Haufen, den Taubertäler, den fränkischen Haufen. Bei Lindau versammelte sich der Seehaufe, bei Biberach der Baltringer Haufe. Einzeln wurden sie geschlagen. Das war nicht schwer, denn die Bauern waren im Waffenhandwerk ungeübt. Deshalb fiel die Entscheidung, als man die Landsknechte abwies, die zusammen mit den Bauern kämpfen wollten. So rekrutierte sich die Gegenseite mit den in Italien demobilisierten “Knechten des Kaisers”.


Frankreichs König Franz I. war in die Lombardei eingefallen. Mailand hatte er schon erobert, jetzt belagerte er Pavia. Sein Lager, das die Landsknechte des alten Frundsberg angriffen, befand sich im Wildgehege des Herzogs von Mailand vor der Stadt. Die Schlacht wurde zu einer Katastrophe für Frankreich. Darüberhinaus brachte sie eine kriegstechnische, zudem eine gesellschaftliche Revolution: Anonyme Infanterie hatte die Träger erlauchtester Namen respektlos aus dem Sattel geschossen. Ab jetzt war es möglich, "dass ein Ritter ohne Furcht und Tadel, der sein ganzes Leben dem geschickten Umgang mit Lanze und Schwert und der Beherrschung seines Pferdes gewidmet hatte, nicht mehr von seinesgleichen getötet wurde, sondern von einem Mann niedrigen Standes, schwächlicher Konstitution und bar jedweder ritterlichen Ideale. Er brauchte nur eine Arkebuse   , die aus großer Entfernung heimtückisch traf und nicht in einem fairen Nahkampf Mann gegen Mann."


Der kaiserliche General brachte den gefangenen Franzosenkönig per Schiff nach Spanien. Er schien das sicherste Pfand zu sein für den folgenden Frieden von Madrid. Franz beschwor den Vertrag, und Karl glaubte sich sicher, als er sich auch noch das Ehrenwort geben ließ. Franz bekam als Sicherung Karls Schwester. Nach seiner Freilassung erklärte Franz jedoch den Vertrag für erzwungen. Papst Clemens, der gegen den Kaiser weiterintrigierte, löste ihn prompt von seinem Eid. Auch die Polit-Ehe hatte keinen Erfolg gebracht, nur der Kaiserschwester die Syphilis. Franz von Frankreich stellte seine Angriffskriege nicht ein und für Heinrich VIII. von England  war der Kaiser schon zu stark.


In der Meinung, sie hätten schon gesiegt, gerieten die Bauern mancherorts in Bluträusche. Viele Burgen wurden angezündet, viele Klöster und Kirchen geplündert. Im thüringischen Bauernlager zu Frankenhausen ließ Müntzer vier Unterhändler der Fürsten hinrichten, und in Weinsberg wurde der Obervogt Graf Helfenstein mit seinen Rittern nach Landsknechtsart “durch die Spieße gejagt”. Seine Frau - eine Tochter Maximilians - musste die betrunkenen Sieger bedienen, dann wurde sie mit ihrem Söhnchen auf einem Mistkarren nach Heilbronn geschafft. Diese Lynchjustiz war nicht geeignet, die Sympathie, die die Bauern zunächst auch bei Städtern hatten, zu erhalten. Und Luther, den manche als den Anstifter der Unruhen ansahen, schrieb “wider die mordischen und reubischen Rotten der Pawren.” Er riet den Fürsten: “Man soll sie zerschmeißen, würgen und stechen, ... wie man einen tollen Hund totschlagen muss.“ Luther, den Müntzer das “geistlose, sanftlebende Fleisch zu Wittenberg” nannte, ließ die Wirren, die er verursacht hatte, gar nicht mehr an sich herankommen. Er saß - so Kierkegaard -”in kleinbürgerlicher Behaglichkeit, von bewundernden Anhängern umgeben, die jeden Furz von ihm für eine Offenbarung oder die Folge einer Inspiration halten”, an seinem reichlich gedeckten Tisch, und genoss es, dass eifrige Skribenten seine Tischreden mitgriffelten. Seine Familie war eine der wohlhabendsten der Stadt geworden. Der asketische Gottsucher von einst war zum Brauereibesitzer degeneriert. Derselbe Luther, der mit den Autoritäten seiner Zeit so mutig gebrochen hatte, versagte jetzt, als er selbst zur Autorität geworden war.


Die “Obrigkeit” hatte das blutige Rezept des Reformators gar nicht gebraucht. Sie hatte die Aufrührer mit den vor Pavia abgemusterten Landsknechten unterdessen fast besiegt. Georg Truchsess von Waldburg, der Feldhauptmann des Schwäbischen Bundes , wurde zur Hauptfigur der süddeutschen Bauernaufstände. Anfang April 1525 schlug er den Baltringer Haufen. Seine Verluste waren nicht nennenswert, die der Bauern betrugen tausend Tote und viertausend Gefangene. Mitte Mai schlug eine Koalition unter Führung des Landgrafen von Hessen die Thüringer Bauern. Sechs- bis achttausend hatten sich in einer Wagenburg verschanzt. Sie hatten auch einige Kanönchen, aber kein Pulver. Die fürstliche Gegenseite hatte nur dreitausend Mann und Kanonen, für die man das Pulver nicht vergessen hatte. Fünftausend Bauern wurden erschlagen, die mit den Bauern verbündeten Städte Frankenhausen und Mühlhausen mussten sich von Plünderungen loskaufen. Die Sieger hatten nur fünf Tote. Im Juli war es dann auch in Franken aus. Nur in den Alpengebieten wurde noch im nächsten Jahr gekämpft.


Ihre berechtigten Forderungen kosteten hunderttausend Bauern das Leben. Hunderte ihrer Dörfer wurden zu Schutt und Asche. Die einzige deutsche Revolution war gescheitert. Nachdem die Rädelsführer auf der Folter ihre Schuld bekannt hatten, danach gehängt, geköpft oder gevierteilt, leichtere Fälle “nur” durch Verstümmeln von Nasen, Ohren, Händen und Füßen geahndet worden waren, ermächtigte der 1526 folgende Reichstag von Speyer die Machthaber, ihre geschlagenen Untertanen “nach Gelegenheit und ihrem Gefallen” zu behandeln. Empfohlen wurde “mehr Gnad und Gütigkeit dann Schärfe und Ungnade.” Das hielt jedoch Markgraf Kasimir nicht davon ab, sechzig Kitzinger Bürgern, die den Bauern geholfen hatten, die Augen ausstechen zu lassen, weil sie ihn “nicht als ihren Herrn ansehen wollten.”


Wie soll man aber die Mächtigen verurteilen, wenn selbst Luther die herrschenden Verhältnisse als gerecht beurteilte: “Dem Esel gehört sein Futter, Last und Geißel, die Bauern sind allzumal Räuber und Mörder!” Doch viele Reichsstädte, die mit den Bauern sympathisiert hatten, beließen es auch nach deren Niederlage bei den Erleichterungen, die sie ihnen zugestanden hatten. Memmingen gab ihnen sogar die Freiheit. Truchsess von Waldburg hatte seine Bauern zur Zusammenstellung ihrer Beschwerden aufgefordert. Sie übergaben ihm darauf eine redigierte Fassung ihrer “zwölf Artikel”. Dass es nicht ganz so schlimm kam, war auch dem eigenen Interesse der Herren zuzuschreiben. “Sollten die Bauern alle erstochen werden, wo nehmen wir andere her, die uns nähren?”, soll einer gesagt haben.


Der Elan des “gemeinen Mannes” war weggeweht. Nicht zufällig kommt in den Schwerpunktgebieten der Bauernbewegung die Legende von den sieben Schwaben auf: Sieben Halbdeppen halten sich an einem für ihren Mut viel zu großen Spieß fest, um schließlich vor einem Häslein Reißaus zu nehmen. Gleichzeitig degenerierte Sankt Michael, der drachentötende Schutzpatron der Deutschen, zum deutschen Michel mit der Zipfelmütze.


Die Durchführung des Ediktes des Wormser Reichstages von 1521, die Unterdrückung der Lehre Luthers, war nicht mehr möglich. Aber auch der Traum von einer lutherisch-deutschen Nationalkirche, die wenigstens die Einheit im Glauben erhalten hätte, war ausgeträumt. So empfahl der Reichstag, jeder Reichsstand könne es mit der Religion “halten, wie ein jeder solches gegen Gott und Kaiserliche Majästet hofft und vertraut verantworten zu können.“ Mit diesem Reichstagsbeschluss hatte jeder Potentat - falls er lutherisch wurde - in seinem Ländchen die Entscheidung in Glaubensfragen. Jeder hatte seine eigene “Landeskirche”. Der deutsche Partikularismus wurde von nun ab auch aus dieser Quelle genährt.

 

Huldrych Zwingli , “Leutpriester” am Züricher Großmünster, hatte - unfreiwillig - die Reformation in Zürich verursacht: Ein Verleger hatte als Demonstration gegen die Fastengebote zu Ostern 1522 zu einem Wurstessen geladen. Obwohl alle nur “ein kleins Stücki” aßen, der Prediger sich sogar enthalten hatte, schickte der Konstanzer Bischof einen Untersucher. Dem Haupt der Eidgenossenschaft war das zu viel. Zürich sagte sich vom alten Glauben los und ging - die deutsche Schweiz mit ihm - zum reformierten Bekenntnis seines Stadtpfarrers über. Der Landgraf von Hessen , der Kopf der Lutheraner, wollte Zwingli gewinnen, um das neukirchliche Lager zu stärken. Doch während Luther darauf beharrte, dass Gott im Abendmahl real vorhanden sei, sah Zwingli darin nur ein Symbol. Damit war er für Luther fast ein Abgesandter des Teufels. Zwingli erreichte dagegen mit dem Genfer Reformator Calvin , dem Gründer der “reformierten Kirche”, Konsens. Deshalb gingen seine Glaubensanhänger später auch zu Calvin über.


König Ferdinand I. , Kaiser Karls Bruder, hat 1529 auf dem zweiten Speyrer Reichstag versucht, den Beschluss von 1526 aufzuheben. Doch die lutherische Minderheit protestierte dagegen. Seitdem heißen die Lutheraner “Protestanten”. Dies waren fünf Fürsten und vierzehn Städte, als bedeutendste Nürnberg und Straßburg.


Die Reformation erhielt bald eine politische Dimension, die das religiöse Anliegen zurückdrängte. Noch nie war es nämlich für Fürsten so leicht gewesen, ihren Besitz “zu mehren”. Sie konnten sich beinahe als öffentliche Wohltäter fühlen, wenn sie das herrenlos gewordene Kirchengut an sich nahmen. Das konnte natürlich nur, wer lutherisch wurde.

Besonders gewinnbringend war die Reformation für arme Fürsten wie die Hohenzollern. Die Säkularisierungen der geistlichen Besitze brachte ihnen nicht nur eine noch nie dagewesene Besitzvermehrung, sondern auch noch viele neue Untertanen, die den Reichtum des Staates und das landesfürstliche Einkommen mit ihrer Hände Arbeit erfreulich mehren würden. In den geistlichen Territorien stemmte sich dagegen der Adel gegen die Einführung der Reformation, weil ihm die Bischofsstühle und die Domkapitel reserviert waren. Wenn es aber einem geistlichen Fürsten gelang, zur neuen Religion überzugehen, konnte er - wenn alles gut ging - das Fürstentum behalten. Albrecht von Brandenburg-Ansbach, Hochmeister des Deutschen Ordens, gelang es. Luther hatte ihm geraten, “die alberne Ordensregel“ aufzugeben, zu heiraten und Preußen in ein Erbherzogtum umzuwandeln. Der Hohenzoller tat es. Das Ordensland Preußen wurde protestantisch. Was außerhalb des Reiches im damals fernen Osten möglich war, war im rheinischen Kernland nicht möglich: Der Kölner Erzbischof Truchsess von Waldburg wollte das preußische Beispiel nachmachen. Ein Scharlatan hatte ihn mit einem reizvollen Stiftsfräulein zusammengebracht. Ihre Brüder forderten nach der inflagranti-Entdeckung sofortige Heirat, “andernfalls sie ihm”, dem Erzbischof, “einen Verlust beizubringen drohten, der weitere Liebesabenteuer radikal unmöglich machen würde.” Der Waldburger heiratete und wurde Calvinist, wollte aber Kurfürst bleiben und sein Land behalten. Es gab Krieg. Dem Herzog von Bayern schien das Kurfürstentum sehr geeignet zur Erhöhung seines Hauses. Er eroberte es für seinen Sohn. Köln blieb katholisch. Fast hundertachtzig Jahre hielt ein Wittelsbacher für den nächsten den Kölner Kurstuhl warm.


Der Vorkämpfer des Protestantismus, Philipp von Hessen, hatte ähnliche Probleme. Er wollte die hübsche Margarethe von der Sale zur zweiten Frau haben. Seiner ersten hatte er notariell zugesagt, sich ihr “mit Freundlichkeit, Beschlafen und  ... freundlichem Wesen ... mehr denn vorher zu erzeigen.” Luther hatte “ja” zu sagen. Entschuldigend verwies der Fürst auf seine ärztlich attestierte Außergewöhnlichkeit: Wo der gewöhnliche Mann zur Zeugung nur über die gewisse Zweiheit verfügt, war er mit einer Dreiheit ausgestattet. Als die Bigamie ruchbar wurde, empfahl Luther eine “gute, starke Lüge”. Bigamie war jedoch nach der Kriminalordnung Karls V. ein Kapitalverbrechen. Der Landgraf war nun Wachs in seinen Händen. Jetzt hatte er im Schmalkaldischen Bund für den Kaiser zu arbeiten: Die Beziehungen der protestantischen Partei zu Frankreich, Schweden und Dänemark wurden abgebrochen und dem Herzog von Kleve keine Hilfe geleistet. Karl wurde es dadurch möglich, die protestantische Nordfront vom Niederrhein her aufzurollen.


Die Päpste, die Parteigänger des Kaisers hätten sein müssen, waren einer nach dem anderen Verbündete des Königs von Frankreich. Das empfanden selbst die Landsknechte als Perfidie. Ein Jahr nach dem Sieg des Kaisers von Pavia hatte Clemens VII. die “heiligste Liga” mit dem französischen König gegen den Kaiser gestiftet. Dem ist wieder einmal das Geld ausgegangen, die Truppen meutern. Sie hörten, dass der Kardinal Colonna mit seiner Privatarmee Rom geplündert und große Beute gemacht habe. Das reißt die Söldner, die halb verhungert durch Italien wanken, nach vorn. Sie gehorchen keinem Befehl mehr. Ihren Hauptmann Frundsberg trifft der Schlag. An einem nebligen Maimorgen stürmen sie.

Am Abend war Rom erobert, der Papst saß in der Engelsburg fest. Dann wurde geplündert - ein halbes Jahr lang. Auch diesmal lässt erst eine Seuche die “Sacco di Roma” verebben.


Der Papst ist Gefangener des Kaisers. Noch lange über ihn hinaus sind die Päpste Gegner des Kaisers und der Spanier, die mit Karl Macht und Einfluss gewinnen. Der Papst versteht sich vor allem als Beherrscher Mittelitaliens. Als solcher fühlt er sich vom katholischen Kaiser von Nord- und Süditalien aus bedrängt. Um diese Gefährdung zu vermindern, verbündet er sich mit dem ebenfalls katholischen Frankreich. Auch das kämpft gegen den habsburgischen Karl, weil es sich ebenso in die Zange genommen sieht: Es hat mit dem kaiserlichen Deutschland eine gemeinsame Grenze von der Nordsee bis an die Alpen, es grenzt im Süden an Spanien, dessen König Karl ebenfalls ist. Um die Achse Rom - Paris zu stärken, wird Papst Clemens dem nächsten französischen König sogar seine Nichte zur Frau geben. Die “Lutherei” in Deutschland ist für den Papst zwar ein Ärgernis, aber weit weg. So stempelt die päpstliche Propaganda den frommen Kaiser zum “Räuberhauptmann Luthers”.


Doch wenn ihn Karl immer wieder drängt, ein Konzil einzuberufen, das die Glaubensspaltung überwinden soll, vertieft dieser Wunsch sogar noch die Feindschaft. Clemens VII. ist nämlich ein Bastard des Hauses Medici. Deshalb hätte er nach geltendem Kirchenrecht gar nicht Papst werden dürfen. Er muss fürchten, dass ihn das Konzil absetzt. Auch seine Nachfolger wollten kein Konzil, weil sie befürchten, dass die schon in Konstanz und in Basel vertretene Lehre von der Superiorität des Konzils ihnen die Flügel stutzen könnte.


Schon während seiner Madrider Ehrenhaft hatte Franz I. den Türkensultan aufgefordert, Ungarn und Deutschland zu erobern. Frankreich würde im Westen eine zweite Front errichten. Suleiman “der Prächtige” war elektrisiert. Die Dynastie der Osmanen  hatte in ununterbrochener Folge neun Herrscher hervorgebracht, die erfolgreiche Mehrer ihres Reiches waren. Suleiman war der zehnte.


Bei Mohacs  hatte sich der Ungarnkönig Ludwig zur Schlacht gestellt. Der wahre Machthaber, der Siebenbürger Fürst Zypolya, hatte sein Kontingent zurückgehalten, damit Ludwig Schlacht und Leben verliert, um mit seiner Witwe auch sein Königreich erheiraten zu können. Am nächsten Tag war zwar die Königin eine der schätzungsweise 20.000 Witwen, doch Ungarn ging an die Habsburger, wie der Erbschaftsvertrag von Großvater Maximilian es vorsah. Die Erbschaft war jedoch vorerst nur ein westlicher Randstreifen, der größte Teil Ungarns wurde türkisch.

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