1848 - 1868 1861

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Während das soziale Pflänzchen kümmerte, schoss der Militarismus ins Kraut. Wilhelm I. wollte mehr Soldaten. Für ihn war die Heeresreform eine Existenzfrage für Preußen. Das Heer sollte auf 220.000 Mann gebracht werden. Der neuralgische Punkt aber war die Erhöhung der Dienstzeit von zwei auf drei Jahre. Die Abgeordneten glaubten, dass das dritte Jahr nur dazu dienen sollte, die Soldaten zu entbürgerlichen. Schließlich bewilligte das Parlament sieben Millionen Taler, aber nur für ein Jahr. Kriegsminister Roon scherte sich nicht darum, er stellte zusätzliche Regimenter auf. Vorsichtshalber löste der König das Parlament auf, um die Neinsager durch eine konservative Mehrheit zu ersetzen. Das ging schief. Die mit großer Stärke eingezogene neue Fortschrittspartei lehnte die Heeresreform ab.

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