1848 - 1868 1866

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Er lässt ungarische Emigranten kommen, um die Aufstellung einer ungarischen Legion zu beschließen. Die Südslawen sollten revoltieren, serbische und rumänische Freischaren sollten Österreich “ins Herz treffen.” Bismarck schließt ein Geheimbündnis mit Italien, binnen drei Monaten zu kämpfen, wenn Preußen den Krieg beginnt. Das ist Vertragsbruch: Die Verfassung des Deutschen Bundes verbietet Bündnisse, die sich gegen den Bund oder einzelne Bundesstaaten richten. Die kurze Laufzeit des Bündnisses ist das Druckmittel auf den König und dessen Generäle.


Bismarck braucht einen Kriegsgrund. Er lässt die Preußen ins österreichisch besetzte Holstein einmarschieren. Die Österreicher lassen sich nicht provozieren, sie ziehen ab. Unterdessen rüsten die Italiener auf. Österreich muss daher sein Heer teilen. Obwohl es Preußen versichert, dass dies nur zur Abwehr des bevorstehenden italienischen Angriffs geschehe und seinen Friedenswillen durch das Angebot der Abgabe seiner Rechte in Schleswig-Holstein an Preußen bekräftigt, erklärt Bismarck das gegenseitige Abrüstungsabkommen für gebrochen.


Die Rüstungskonzerne hatten Bismarck bereits Kredite angeboten. Bankier Bleichröder verschaffte zusätzliches Geld. Er verkaufte Bahn-Aktien. Außerdem ließ Bismarck für 40 Millionen Taler Kassenscheine ausgeben. Ein Konsortium stellt sich bei dieser ungesetzlichen Geldbeschaffung blind, ein neuer Finanzminister deckt den Coup. Das Parlament wird nicht eingeweiht. Bleichröder wird dafür als erster Jude in Preußen geadelt.
Am 10. Juni 1866 legt Bismarck den Entwurf zur Reform des Deutschen Bundes vor. Österreich soll ausgeschlossen werden. Tags darauf beantragt Österreich die Mobilisierung des Bundesheeres “zum Schutz der inneren Sicherheit Deutschlands und der bedrohten Rechte seiner Bundesglieder.” Der Kaiser Österreichs erklärt, Preußen wolle den Krieg Deutscher gegen Deutsche.


Während neben Preußen nur Mecklenburg, Oldenburg und einige thüringische Zwergstaaten stehen, machen sich für Österreich Bayern, Württemberg, Sachsen, Baden, Hannover, Hessen-Darmstadt, Kurhessen, Nassau, Meiningen, Liechtenstein, Reuß ältere Linie und die Freie Stadt Frankfurt stark. Von den beiden Armeen genießt die österreichische das größere Ansehen. Doch ihre Mängel sind den Preußen schon bekannt dank der Berichte des ungarischen Barons Schluga, der als Zeitungskorrespondent im österreichischen Hauptquartier sitzt.


Feldzeugmeister Ritter von Benedek ist der populärste General der k.k. Armee. Er hatte den Kaiser gebeten, ihm nicht den Befehl über die Nordarmee zu geben. Die Alternative hätte nur Erzherzog Albrecht sein können. Er hatte zwar die erforderlichen Qualitäten, aber er war nicht so populär. So gab ihm der Kaiser das Kommando über die mit 58.000 Mann kleinere Südarmee. Mit ihr besiegte Albrecht die Italiener schnell.


Bei den Preußen ist alles anders. Der König bestimmt, dass die Befehle zur Truppenführung vom Chef des Generalstabes ergehen. Der hat damit eine Befehlsgewalt, die er in keiner anderen Armee hatte. Diese Befehlgewalt wird, weil sie sich 1866 bewährt, auf das Amt übergehen. Diese Regelung wird die Offiziere des Generalstabs zu “Halbgöttern” machen, die sich über die politische Führung hinwegsetzen und Pläne machen, die der Staatsführung ihren Willen aufzwingt. Preußischer Generalstabschef ist Helmuth von Moltke . Er weiß, dass Preußen schnell siegen muss. Deshalb benutzt er Eisenbahnen und Telegrafen als Hilfsmittel. Er lässt seine Armeen nebeneinander vorgehen. Erst am Ort der Schlacht sollen sie zusammenkommen  - “getrennt marschieren, vereint schlagen.” Das war keineswegs neu, denn es war in vielen Kriegen ein logistisches Erfordernis.


Preußens Musketiere marschieren ab 16. Juni 1866 in Kurhessen, Sachsen und Hannover ein. König Georg V. von Hannover zog mit seiner Armee südwärts, um sich mit den Bayern zu vereinen. Bei Langensalza in Thüringen schlug er die Preußen, aber dabei hatten sich seine Soldaten “verschossen”; man hatte sie fast ohne Munition in den Krieg geschickt. Deshalb mussten die Hannoveraner zwei Tage nach ihrem Sieg in die preußische Gefangenschaft marschieren. Die Bayern überlegten, ob sie nach Böhmen marschieren sollten. Wenn sie es getan hätten, wäre wohl alles anders gekommen. Nur Sachsen verstärkte Österreich auf dem Hauptkriegsschauplatz.


Nicht viel anders als beim Alten Fritz mussten sich die preußischen Truppen hauptsächlich aus dem Land ernähren. So kamen ins nordböhmische Hermannsthal vier Lebensmittelbeschaffer. Sie übergaben dem Bürgermeister eine Forderungsliste. Sie begann mit 25 Pfund Kaffee , schloss 800 Pfund Hafer und 300 Pfund Heu für die Pferde, Stroh und Holz ein und endete mit 2 Faß Bier und 1 Fäßchen Schnaps; Lieferzeit zwei Stunden. Die geforderten 500 Pfund Fleisch waren nicht einmal mit Drohungen aufzutreiben. Die pommerschen Jäger schlachteten darum einfach zwei Ochsen auf der Straße. Den Vater des Bürgermeisters hätten Ulanen beinahe erstochen, weil sie zwei österreichische  Husaren nicht mehr fangen konnten. Ein Korporal drohte der hochschwangeren Bürgermeisterin, ihr den Kopf abzuschneiden, wenn der Kaffee für seine Männer nicht blitzartig fertig sei. Waren bis dahin viele Deutsche Böhmens für einen Anschluss der Sudetengebiete an Preußen, so waren sie jetzt fürs erste von solchen Anwandlungen befreit.


Die Preußen konnten mit ihrem Zündnadelgewehr viermal so schnell schießen wie die Österreicher mit ihren Vorderladern. Sie konnten auch liegend schießen, während die Österreicher stehend nachladen mussten. Dabei boten sie ein großes Ziel. Die Trefferquote der Preußen wurde noch gesteigert, weil die Österreicher in geschlossenen Reihen angriffen.


Die drei Preußen-Armeen standen nun tief in Böhmen. Der österreichische Befehlshaber war verzweifelt: “Bitte Eure Majestät dringend, um jeden Preis Frieden zu schließen. Katastrophe der Armee unvermeidlich.” Franz Joseph kabelte zurück: “Einen Frieden zu schließen unmöglich. Ich befehle - wenn unausweichlich - den Rückzug. Hat eine Schlacht stattgefunden?”


Am 1. Juli abends bemerkte ein preußischer Spähtrupp Lagerfeuer nördlich von Sadowa. Moltke ahnte, dass dies die ganze österreichische Armee war. Er befahl der 2. Armee des Kronprinzen, schnellstens gegen die rechte feindliche Flanke zu marschieren. Benedeks Armee hatte vor der Elbe Stellung bezogen. Bis zum Mittag ging alles gut, das preußische Zentrum wankte sogar schon. Die Kronprinzenarmee griff erst gegen zwei voll in die Schlacht ein, die seit acht Uhr tobte. Sie kam noch rechtzeitig, denn zwei ehrgeizige österreichische Korpskommandanten hatten durch das befehlswidrige Vorrücken ihrer 55.000 Mann der 2. preußischen Armee die Flanke geöffnet. In die stieß sie nun hinein. Die Elbarmee der Preußen konnte dagegen erst spät den linken österreichischen Flügel umfassen. Deshalb konnten sich noch  180.000 Österreicher über die Elbe retten.


Königgrätz, wie der Preußenkönig die Schlacht nannte, hat schon militärisch eine besondere Qualifikation. Benedek war mit einer bunten, ja farbenfrohen Armee in die Schlacht gezogen; die Infanterie in Weiß, die Jäger grün, die Kavallerie sehr farbig, jede Einheit anders. Nur das Braun der Artillerie deutete die Entwicklung zum Feldgrau und Khaki künftiger Armeen an, wie auch die Zahl der Kämpfenden und der starke Artillerieeinsatz die künftigen Massenheere und ihre Materialschlachten ahnen ließ.


Am Morgen dieses 3. Juli “galt Österreich noch als die stärkste Macht Mitteleuropas, der allgemein das Recht zugesprochen wurde, in internationalen Angelegenheiten als Sprecher sämtlicher deutscher Staaten aufzutreten. Als bei Einbruch der Nacht die geschlagenen österreichischen Kolonnen ... zurückfluteten, war diese Machtstellung zum Erstaunen aller, die sie als sebstverständlich angenommen hatten, unwiderruflich zerstört.”


Schon am 26. Juni hatte der österreichische Admiral Tegethoff bei der Adria-Insel Lissa die weit überlegene italienische Kriegsflotte besiegt. Den Sieg erfochten viele venezianische Matrosen mit, die bereits italienische Untertanen waren. Österreich hatte nämlich Venetien bereite an Italien abgetreten. “Hier ist eine der Stellen, wo durch das wirre Gewölk des Krieges helleuchtend der Blitz des Wahnsinns schlägt ...: ein herrlicher Seesieg, erfochten mit den Soldaten des Feindes, der bereits besitzt, worum von beiden Teilen gekämpft wird.”


Der Preußenkönig und seine Generäle wollten die Siegesparade in Wien und große Eroberungen. Bismarck schrieb: “Mir kam es für unsere späteren Beziehungen zu Österreich darauf an, kränkende Erinnerungen ... zu verhüten, ... Der siegreiche Einzug des preußischen Heeres in die feindliche Hauptstadt wäre für unsre Militärs natürlich eine befriedigende Erinnerung gewesen.” Wilhelm wollte mindestens den deutschen Nordrand Böhmens, sowie Österreichisch-Schlesien, von Bayern Franken, von Sachsen Leipzig und seine Ebene, auch Frankfurt. Hannover, Kurhessen und Nassau wollte er nicht, denn dort regierten uralte Dynastien, die man doch nicht fortjagen könne. Bismarck kann ihn nicht umstimmen. Schließlich überredet der Kronprinz seinen Vater. Der fühlte sich vergewaltigt: “Nachdem mein Ministerpräsident mich vor dem Feinde im Stiche lässt ..., sehe ich mich ... gezwungen, nach so glänzenden Siegen ... einen so schmachvollen Frieden anzunehmen.”


Bismarcks Bedingungen waren für Österreich eine Katastrophe. Die Folgen von Königgrätz waren so, wie Napoleon einmal sinniert hatte: “Zwischen einer gewonnenen und einer verlorenen Schlacht besteht ein ungeheurer Unterschied - dazwischen liegen Kaiserreiche.” Das meinte auch der Kardinalstaatssekretär in Rom: “Il mondo casca” - die Welt stürzt ein. Der Londoner SPECTATOR kommentierte: “Dreißig Dynastien sind hinweggespült, das Schicksal von zwanzig Millionen zivilisierter Menschen ist für immer betroffen, das politische Gewicht der Welt hat sich verändert, ... In einem Augenblick hat sich Preußen auf den Platz der ersten Großmacht Europas geschwungen.” Auf diesem Platz stand es jetzt, weil die Kronprinzenarmee noch rechtzeitig die Schlacht gerettet hatte. Damals hatte ein General zu Bismarck gesagt: “Jetzt sind Sie ein großer Mann. Aber wenn der Kronprinz zu spät gekommen wäre, wären Sie der größte Bösewicht.”


Der jetzt “große Mann” hätte vielleicht den König nicht zur Beendigung des "siebenwöchigen Krieges" bewegen können, wenn nicht zwei Oberste zu Wilhelm gekommen wären mit Berichten über das Umsichgreifen der Cholera unter ihren Soldaten. Die 6.427 Cholera-Toten waren im Vergleich zu den “nur” 5.235 Kriegstoten für den Preußenkönig wohl das stärkere Argument. Dazu passt die Ansicht eines Medizin-Historikers, “..., dass Soldaten selten Kriege gewonnen haben. Der Flecktyphus hat mit seinen Brüdern und Schwestern - Pest, Cholera, Typhus und Ruhr - mehr Feldzüge entschieden als Cäsar, Hannibal, Napoleon und alle Feldmarschälle der Geschichte.”


Dem geschlagenen Österreich diktierte Bismarck den Frieden, an dem das Kaiserreich bis zu seinem Ende dahinsiechen wird: “Seine Majestät der Kaiser von Österreich erkennt die Auflösung des bisherigen Deutschen Bundes an und gibt seine Zustimmung zu einer neuen Gestaltung Deutschlands ohne Beteiligung des österreichischen Kaiserstaates. Ebenso verspricht Se. Majestät das engere Bundesverhältnis anzuerkennen, welches Se. Majestät der König von Preußen nördlich der Linie des Mains begründen wird.” Der Kaiser musste auch dem Eingehen des Königreiches Hannover, des Kurfürstentums Hessen, des Herzogtums Nassau, der Freien Stadt Frankfurt und der Herzogtümer Schleswig und Holstein in den Staat des Siegers zustimmen. Er musste auch akzeptieren, dass Sachsen in Bismarcks "Norddeutschen Bund" eingegliedert und seine Armee preußischem Oberbefehl unterstellt wurde.


Schon 1848/49, als sich die “deutsche Frage” kleindeutsch zugunsten Preußens zu entscheiden drohte, hatte ein österreichischer Staatsmann geschrieben: “Österreich kann nur bestehen, wenn es festen Fuß in Deutschland behält. Ist es aus Deutschland hinausgeworfen, so wird es sich selbst auflösen.”


Als die Friedensbedingungen bekannt wurden, schrieb die Wiener NEUE PRESSE: “In der Annahme der Friedensbedingungen liegt eine wesentliche Einengung (oder vielmehr Vernichtung) der Großmachtstellung Österreichs. Wenn dieser Staat aus den Friedenskonferenzen auch an seinem Gebiet unverkürzt hervorgehen sollte, ... so wäre doch seine deutsche Stellung ... dahin. ... Preußens Wort wäre das entscheidende in allen mitteleuropäischen Fragen, ... Die deutsche Nationalität Österreichs wäre hinfort nichts mehr als ein vom Leibe geschnittenes Glied, sie wäre rückhaltlos dem Nationalitätenhader preisgegeben, der Österreich das Schicksal der Türkei zu bereiten droht.” Auch für den Briten-Premier Disraeli war Preußens Sieg die "deutsche Revolution", die weltgeschichtlich bedeutender sei als die französische.


Auch im SÜDDEUTSCHEN EVANGELISCH-PROTESTANTISCHEN WOCHENBLATT konnte man Aufschlussreiches lesen: "In der Schlacht bei Königgrätz hatte endlich der Dreißigjährige Krieg seinen Abschluss gefunden: der nationale Gedanke und der Protestantismus haben gesiegt. Nun ist der Ultramontanismus im deutschen Lande ein für allemal gebrochen: denn nicht nur Österreichs Macht und Tendenzen sind aus Deutschland hinausgewiesen, sondern auch das Papsttum hat mit ihm seine letzte weltliche Stütze in Europa eingebüßt. ... Unter Preußens Führung wird die nunmehr selbständige deutsche Nation sich durchweg nach protestantischen Grundsätzen gestalten."


Die Niederlage zwang Österreich, mit Ungarn den “Ausgleich” zu schließen. Aus dem k. k., dem kaiserlich-königlichen Österreich wurde die k. u. k. , die kaiserliche u n d königliche Monarchie. Was sich so belanglos anhört, war praktisch die Entlassung des Königreiches Ungarn mit seinen Nebenländern aus dem bisherigen Staatsverband. Der Kaiser blieb zwar noch König, aber dieses Ungarn, von dem das heutige nur ein kleiner Teil ist, wurde nicht mehr von Wien aus regiert, sondern von Budapest. Ein ungarischer Politiker sagte, dass der Kaiser von Österreich in Ungarn nur noch ein distinguierter Ausländer sei. “Von da ab wurde die habsburgische Monarchie durch die in ihren Völkern entfachten nationalen Leidenschaften beunruhigt und war nicht mehr imstande, ihrer früheren Rolle als Garant der Ordnung in Osteuropa gerecht zu werden; ...”


Königgrätz hatte die deutschen Machtverhältnisse von Grund auf verändert. „Ihr glaubt, ihr habt ein Reich gegründet, und habt doch nur ein Volk zerstört“ prophezeit Grillparzer . Denn obwohl die Trümmer des Deutschen Bundes noch rauchen, ist dieses Reich schon eine Beinahe-Realität.


Der deutsche Bruderkrieg um die Vorherrschaft in Deutschland hatte die Deutschen vom Erkennen der Bedeutung des amerikanischen Bürgerkrieges von 1861 bis 1865 abgelenkt.

Es hätte ihnen eine Vorstellung von der Potenz dieses Halbkontinents geben können: Die 20 Millionen Einwohner der am Ende siegreichen Nordstaaten stellten eineinhalb Millionen Soldaten ins Feld. Die Verschiebung großer Truppenmassen erfolgte per Eisenbahn, die Nachrichtenübermittlung per Telegraph. Ihr überlegenes Industriepotenzial erfand gezogene Schusswaffen, große Geschütze mit unvorstellbarer Reichweite, den Torpedo und Panzerschiffe, die die Blockade der Südstaatenküste mit einer Dampferflotte verstärkten. Doch die Staaten Europas pflegten ihre Selbstüberschätzung. Sie erkannten die neuweltliche Macht noch nicht. Aber nur ein halbes Jahrhundert später wird dieses Amerika ihren Krieg in Europa entscheiden.


Nachdem Preußens Heer gesiegt hatte, siegte auch Bismarck in der öffentlichen Meinung. Seit 1862 hatte er ungesetzlich regiert. Jetzt bat er die neue Volksvertretung um “Indemnität”, um die “Nichtverdammung” seiner Politik, und er erhielt sie. Die Volksvertreter gaben ihm sogar eine Siegesprämie von 400.000 Talern. Damit kaufte er sich das hinterpommersche Gut Varzin, ein Besitz von 5.620 Hektar. Es wurde  sein “depeschensicherer Zufluchtsort”, den er, weitab von seinem Dienstort Berlin, monatelang aufsuchte.

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