1919 - 1933 1924-1925

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Nachfolger von Poincaré war Briand  geworden. In England war erstmals die Arbeiterpartei an der Macht. Stresemann konnte Vertrauen gewinnen. Frankreich hatte aber im Oktober 1923 in Aachen die „Rheinische Republik“ und in Speyer die “Pfälzische Republik” ausrufen lassen. Im Siebengebirge kam es Mitte November zur „Schlacht bei Ägidienberg“, in der die Separatisten – „tatsächlich bewaffnetes Raubgesindel übelster Art“ – vierzehn Tote verloren. In Bernkastel vertrieben 4.000 Bauern und Winzer die eingedrungenen Separatisten.

Neben dieser „Erhebung des pfälzischen Volkes“ gab es auch einen Separatismus auf höherer Ebene: „In streng geheimer Verhandlung, die keinen Niederschlag in den amtlichen Akten fand ..., nahm der Kölner Oberbürgermeister Dr. Adenauer nochmals Anregungen, Gedanken und Pläne der bereits im Frühjahr 1919 entschlafenen, im Spätherbst 1923 erneut zusammengebrochenen Rheinischen Republik auf“. Er wusste sich darin einig mit der Schwerindustrie an der Ruhr, die sich durch ein Zusammengehen mit Frankreich größere Gewinne erhoffte.


Im Januar 1925 hätte die Kölner Zone geräumt werden müssen, doch die Franzosen weigerten sich, den Versailler Vertrag zu erfüllen. Erst Ende August zogen sie aus Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort ab. Frankreichs Plan, das Ruhrgebiet und das westliche Deutschland in seine Abhängigkeit zu bringen, war gescheitert.

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