1966 - 1988 1966

postheadericon 1966

Am 1. Dezember 1966 wurde die große Koalition inthronisiert. Brandt wird Vizekanzler und Außenminister. Strauß ist als Finanzminister einer der Matadoren des Kabinetts. Der andere ist Wirtschaftsminister Karl Schiller, Professor der Volkswirtschaft. War Erhard nicht zum wenigsten an Wirtschaftsproblemen und der beginnenden Rezession gescheitert, zeigen nun Strauß und Schiller, „Plisch und Plum“ genannt, wie man die Krise bewältigt. Der Vater des Wirtschaftswunders hatte alles dem freien Spiel der Kräfte des Marktes überlassen. Jetzt greifen Strauß und Schiller lenkend in die Wirtschaft ein. Die Regierung stellte einen „Eventualhaushalt“ und eine „mittelfristige Finanzplanung“ auf. Sie zwingt die Tarifpartner zur Kooperation. Die neuen Konjunkturinstrumente zeigten Wirkung.


Der DDR hatte der Kanzler in seiner Regierungserklärung gesagt: „Wir wollen ... verhindern, dass die beiden Teile unseres Volkes sich ... auseinanderleben. Wir wollen entkrampfen und nicht verhärten, die Gräben überwinden und nicht vertiefen.“ Die DDR war nicht interessiert. Die Ost/West-Entspannung erwies sich ohne die Aufgabe wichtiger Positionen als nicht möglich.

zurück weiter