1966 - 1988 1981

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Bevor Schmidt zum Treffen mit dem neuen US-Präsidenten Reagan fährt, fordern Teile der SPD, die Zustimmung zum Nachrüstungsbeschluss zurückzuziehen. Schmidt droht mit Rücktritt. Noch heftiger kommt der Widerstand gegen den „Atomtod“ von der „Friedensbewegung“. Es sind Linke, Grüne, aber auch Christen, die das Gleiche zusammenführt: Kriegsangst und die Empörung, dass die NATO-Staaten Unsummen für die Rüstung verschwenden, die für die Linderung der Not in der „Dritten Welt“, den unterentwickelten Ländern, verwendet werden sollten. Die kommunistisch gelenkte „Deutsche Friedensunion“, DFU, ruft zu „Friedensmärschen“ auf, denen Tausende folgen; im Oktober 1981 300.000, im Juni 1982 400.000.


Die westdeutschen Friedensfreunde und „die Grünen“ – beide fast identisch – waren vom DDR-Stasi gesteuert. Die Lenkung der „basisdemokratischen Bürgerbewegung“ erfolgte u.a. zehn Jahre durch einen Berliner Grünen im Bundestag. Seine Fraktionskollegen nannten ihn deshalb die „ständige Vertretung der SED in den Grünen“.* Erst als man Gerd Bastian, Kultfigur der Grünen, Generalmajor a.D., mit seiner ebenfalls „grünen“ Lebensgefährtin Petra Kelly tot aufgefunden hatte, entdeckte man, dass auch ihn der Stasi benutzt hatte, um in der Aktion „Generale für den Frieden“ Moskaus Interessen durchzusetzen.


Jede Seite rüstete weiter. Allein 1982 sollen weltweit dafür 550 Milliarden Dollar ausgegeben worden sein.

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