1989 - 2009 1991

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Auch die Europa-Euphorie war bald verflogen. Die zwölf westeuropäischen Regierungen hatten, um das scheinbar wiedererstarkte Deutschland in den Griff zu bekommen, 1991 den Vertrag von Maastricht ausgehandelt. Offizielles Hauptziel: Die Wirtschafts- und Währungsunion, die den allgemeinen Aufschwung sichern sollte.


Das Bundesverfassungsgericht, das zunehmend zu unserer Zweitregierung geworden war, konnte den Maastricht-Vertrag nicht ablehnen, und es musste auch die Entmachtung unseres Parlaments billigen: Wir werden nicht mehr von 662 Abgeordneten in Berlin repräsentiert werden, sondern wir mussten befürchten, nur vom EG-Ministerrat, denn das Europa-Parlament hatte nur wenige Rechte. Schon schreiben uns Brüsseler Beamte vor, was wir zu tun und zu lassen haben.

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