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Schließlich teilen die Brüder in Verdun das Reich. Karl “der Kahle” erhält den Westen, Kaiser Lothar die Mitte – Lotharingien/Lothringen -, Ludwig “der Deutsche” das Land östlich des Rheins und der Aare, dazu die linksrheinischen Gebiete der Bistümer Mainz, Worms und Speyer, also die Pfalz, Rheinhessen und den Nahegau “propter vini copiam” - wegen der Menge des Weines, aber nicht nur deswegen. Als nach Lothar auch sein Sohn starb, besetzte dessen Onkel Karl  Lothringen. Nur die Kriegsdrohung seines Bruders Ludwig brachte ihn an den Verhandlungstisch. In der Pfalz zu Meerssen an der Maas teilten sie Lothringen. Die deutsche Westgrenze lief von jetzt an das ganze Mittelalter hindurch von der Maas an Ourthe, oberer Mosel und Saône nach Genf. Sie folgte größtenteils der Sprachgrenze.- Obwohl der Kaisertitel an die westlichen Karolinger verloren gegangen war, gilt Ludwig der Deutsche als der König, „dem das künftige Reich der Deutschen seine Existenz verdankte.“

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