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Im ärmeren und weniger zivilisierten Ostfranken mussten sich Ludwigs Söhne wiederum gegen ihren Onkel Karl von Westfranken wehren, weil der ihr Erbe an sich bringen wollte. Bei Andernach jagten sie ihn zurück. Der erste der vielen Kämpfe um Lothringen entschied für seinen Verbleib bei der östlichen Hälfte.


Wie schon nach Pippin und nach dem großen Karl korrigierte auch nach Ludwig dem Deutschen der Tod die Reichszerteilerei. Erst holte er Karlmann, dann den jüngeren Ludwig, der von Mainz aus regierte. Übrig blieb Karl “der Dicke” . Diese gutmütige Null, die “unablässig Gebete und Psalmen murmelte”, war recht gebildet. Aber der unförmige Hasenfuß litt unter seinem Königtum wie unter seinen epileptischen Anfällen. Er flüchtete vor dem Regieren und dem Hofleben in die Abgeschiedenheit des Klosters Reichenau im Bodensee.

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