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Lothar zog nach Rom und wurde zum Kaiser gekrönt. Der Krieg in Süditalien brachte nur Verluste. Doch die mathildischen Güter bekam jetzt der Kaiser. Er übertrug sie seinem Erben und Schwiegersohn Heinrich von Bayern. Italien hatte die späten Jahre dieses Kaisers verbraucht. Auf dem Rückweg starb er in einer Bauernkate in Breitenwang bei Reutte in Tirol.
Man hat Lothar zum “Pfaffenkönig” und Steigbügelhalter des Papstes gemacht. Ja, den Steigbügel hatte er dem Papst gehalten. Dies tat sonst nur ein Vasall seinem Lehensherrn gegenüber. Aber für die Kaiser gehörte das seit langem zum Höflichkeitszeremoniell. Auch Barbarossa wird dem Papst nicht nur den Steigbügel halten, sondern ihm sogar die Füße küssen.


Lothar hatte eine Ostpolitik betrieben, auf die sich sein Enkel Heinrich “der Löwe” erst besinnen wird, als in Italien sein Weizen nicht blühte. Unzutreffenderweise ging er, nicht sein Großvater, als d e r Ostkolonisator in die Geschichte ein. Bereits als Sachsenherzog hatte Lothar die westfälischen Schauenburger - später Schaumburger genannt - nach Holstein geschickt. Das wendische  Liubice, das ist: die Schöne, die Liebliche, wurde zerstört und als Lübeck neu gegründet.

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